Unser smartes Gewächshaus für Kakteen- und Sukkulenten (Teil 1)

Von: Torsten

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Die letzten Jahre waren vor allem durch eins geprägt, die Wiederentdeckung meiner Leidenschaft für Pflanzen, speziell für Kakteen, Sukkulenten und seltenen Pflanzen. Es fasziniert mich und es beruhigt mich zugleich. Nur in meiner DNA scheint es noch nicht zu sitzen – dazu habe ich zu viele Verluste in den letzten Jahren erleiden müssen. Aber heißt ja nicht, dass man das nicht ändern kann.

Aus diesem Grund haben wir uns damals schon beim Entschluss ein Haus zu bauen gesagt, „Wenn dann nur mit Gewächshaus“. Bereits in unseren ersten 3D-Entwürfen von Haus und Garten hatten wir das Gewächshaus berücksichtigt.

Erste 3D Planungen unseres Hauses

Und so sollte es kommen. Während des Hausbaus haben wir stets im Hinterkopf gehabt, ob wir aktuell etwas für das Gewächshaus berücksichtigen müssen, angefangen bei Heizung bis hin zu Licht und Strom.

Wohin mit den ganzen Pflanzen

Das Gewächshaus sollte für uns folgende Probleme lösen:

  • Das aufkeimende Platzproblem lösen
    Im Blog habe ich immer wieder mal über die verschiedenen Aussaaten von Kakteen, Sukkulenten und auch Bäumen berichtet. Bei der Zucht von Kakteen und Sukkulenten erhält man durch die meist vielen kleinen Samen, unter Umständen erst einmal viele Pflanzen. Auch wenn später die ein oder andere dieser Pflanzen schweren Herzens abgegeben werden, benötigen sie erst einmal Platz.
  • Platz zum Überwintern für Kübel
    Da wir eine Terrasse haben und sich dort auch die ein oder andere Staude, Palme oder mediterrane Pflanze ansiedeln wird, benötigen wir ein Winterquartier für diese Pflanzen.
  • Ort der Pflanzenaufzucht
    Tomaten, Zucchini, Kürbis, Kräuter und natürlich auch Kakteen. Da wir nicht viele Fensterbänke im Haus haben, wollen wir natürlich auch die Aufzucht der Gemüsepflanzen im Gewächshaus durchführen. Die Winteraussaaten der Kakteen werden wir weiterhin in der Aufzuchtsbox vornehmen.
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Die Qual der Wahl

Wenn ich zurückdenke wieviel Abende und Nächte ich mit Recherchen zum Thema Gewächshausbau verbracht habe, dann kann einem schwindlig werden. So viele Themen, die betrachtet werden müssen.

  • Natürlich angefangen mit dem Hersteller des Gewächshauses. Soll es ein WAMA, Beckmann, Palmen, Alitex oder ein Hoklartherm werden?
  • Sollen die Scheiben aus Glas, Plexiglas oder Folie bestehen?
  • Wie groß soll das Gewächshaus geplant werden und darf ich das überhaupt?

Wir haben uns einige Gewächshäuser auf verschiedenen Messen angeschaut. Das kann ich wirklich jedem empfehlen. Denn erst, wenn man durch so ein aufgebautes Gewächshaus läuft, bekommt man einen Eindruck, ob man seine Pflanzen da reinstellen möchte oder nicht. Ein guter Anlaufpunkt war für uns die Messe http://www.haus-garten-freizeit.de/ in Leipzig. Ebenfalls sehr viele Informationen habe ich aus dem Kakteenforum gesaugt. Dort existieren viele informative Beiträge zum Aufbau, Diskussionen über Hersteller oder wie sich die Kakteen hinter verschiedenen Gläsern so fühlen. (Link einfügen zum Beitrag Vergleich der Gläser).

Nach Besuch der Messe Leipzig, auf der auch Hoklartherm vertreten war und wir uns super mit der Firma Inter-Glas aus Glauchau unterhalten konnten, entwickelte sich unsere Tendenz immer mehr in Richtung Hoklartherm. Auch im Kakteenforum gab es positive Stimmen in diese Richtung.

Bei Hoklartherm hat uns die Kombination der Materialen sehr gut gefallen. Pulverbeschichtete Aluminiumprofile in Kombination mit Plexiglas Hohlkammerplatten und auch ISO Glas Bestandteilen sorgen für einen hochwertigen Eindruck im Garten. Auch im Rennen waren bei uns Gewächshäuser der Marken Wama und Alitex. Alitex Gewächshäuser sind wunderschön und erinnern stark an englische Gärten. Wama Gewächshäuser ähneln stark den Hoklartherm Gewächshäusern. Letztendlich fiel unsere Wahl auf Hoklartherm. Letztendlich war es eine Kombination aus Bauchgefühl und Preis-Leistungs-Verhältnis.

Was ist mir wichtig am Gewächshaus?

Wichtig für uns war, dass das Gewächshaus sich auch von uns aufbauen lässt. Auf kostspielige Hilfe wollten wir dabei gerne verzichten. Laut Hersteller sollte das kein Problem darstellen.

Das Gewächshaus soll sich einfach durch Zubehör erweitern lassen. Für die Menge an Kakteen benötigen wir Pflanztische, die sich passgenau einbauen lassen. Warum wir am Ende doch wieder selbst gebastelt haben, erfahrt ihr noch.

Die richtige Wahl der Heizung fürs Gewächshaus

Das wohl wichtigste Thema überhaupt, wenn es um die Überwinterung von Kakteen und empfindlichen Pflanzen geht, ist Heizen (aus Erfahrung kann ich nun auch sagen, auch die Lüftung).

Es gibt einige Möglichkeiten, die Pflanzen im Winter „warm“ zu halten. Ziel sollte hier ganz klar eine sichere und preislich überschaubare Lösung sein. Die Wahl der letztendlichen Lösung hängt stark von den baulichen und regionalen Gegebenheiten ab.

Aus Fachliteratur und Recherchen waren mir einige Lösungen über den Weg gelaufen:

  • Bau eines Anlehngewächshauses und Nutzung von Heizungsrohren oder Heizkörpern direkt als Heizung.
    • Diese Variante kam leider nicht infrage, da unser Grundstück nicht den nötigen Platz bot.
  • Gewächshaus mit Öl oder Gasthermen beheizen
    • Das Handling mit Öl oder Gasflaschen zur Heizung des Gewächshauses erscheint mir zu hoch oder zu gefährlich.
  • Heizen mit Strom
  • Heizen mit Bodenwärme oder Erdwärme
    • Teil unseres Bauvorhabens war eine Erdwärmebohrung. Nach Rücksprache mit unseren Sanitärunternehmen sollte es problemlos möglich sein, die Wärme durch isolierte Leitungen aus dem Hauskreislauf in das Gewächshaus zu führen und dort in Form einer Fußbodenheizung zu nutzen. Diesen Plan sollten wir verfolgen, wenngleich er nicht ganz günstig war. Denn dazu empfahl es sich die Erdwärmebohrung tiefer vorzunehmen und die Leitungen mussten gut isoliert ins Gewächshaus geführt werden und über einen separaten Kreis mit Stellantrieb geregelt werden.
  • Solarheizung inkl. Paneele
    • Der Traum wäre natürlich Solarpaneele auf dem Gewächshaus, die tagsüber genug Energie speichern würden, um diese dann am Abend als Heizenergie zu nutzen. Leider ist Winter nicht die optimale Jahreszeit, um genügend Solarenergie aufzubringen. Die Erfahrung der letzten beiden Jahre zeigen, dass pro Tag (inkl. Nacht) ca. 5–10 kWh benötigt werden, um das Gewächshaus auf über 7 Grad zu halten.

Gewächshaus im Smarthome (Loxone) integrieren

Wir wussten immer, dass wir mit Smarthome bauen. Unser Haus ist bereits recht smart. Wie smart kann also ein Gewächshaus noch werden? Vieles ist denkbar. Von der schlichten Überwachung mittels Sensoren bis hin zur Bewässerung oder Lüftung.

Benutzeroberfläche in Loxone für das Gewächshaus

Für den Start war mir wichtig, dass ich via Loxone auslesen kann, wie warm oder kalt es gerade im Gewächshaus ist. Außerdem sollten die Schwelltemperatur ab wann die Zusatzheizung starten soll, konfigurierbar sein. Über Zeitschaltuhren in Loxone steuere ich zusätzlich wann der Umluftbetrieb im Winter und auch im Sommer stattfinden sollte.

Mehr Informationen zum Loxone Smart Home findet ihr hier: Zur Loxone Website
Loxone hat auch eine kurze Story über unser Bauvorhaben auf ihrer Website veröffentlicht. Diese findet ihr hier: Vier Verrückte bauen ein Smart Home

Welches Glas fürs Gewächshaus

Bei der Bestellung von Gewächshäusern steht man schnell vor der Auswahl, welche Verglasung das neue Kakteenhaus erhalten soll. Ebenso bei Hoklartherm. Standardmäßig wird das Gewächshaus mit 16mm Hohlkammerplatten im Dach- und Seitenbereich ausgeliefert. Die Fenster- und Türbereiche werden mit ISO Sicherheitsglas versehen. Ich finde, dass diese Kombination sehr gut aussieht.

Optional können die Dach und Seitenwände mit Alltop Plexiglas ausgestattet werden. Ich hatte hier länger überlegt ob wir diese Option wählen sollten. Alltop Plexiglas sind UV – lichtdurchlässige Stegplatten. Für Kakteen soll dies von Vorteil sein und das Wachstum fördern. Aber ist dies wirklich der Fall?

Ich bin dazu im Kakteenforum auf eine sehr interessante Diskussion gestoßen. Einige Nutzer waren sich ebenfalls unschlüssig, welches Glas gewählt werden soll und haben „kurzerhand“ einen Langzeittest gestartet. In diesem wurden folgende Glasarten unter gleichen Bedingungen verglichen:

  • UV – durchlässige Gewächshausfolie
  • 6mm Doppelstegplatten
  • Isolierglasscheibe
  • RESIST AAA SDP Doppelstegplatte
  • ALLTOP SDP Doppelstegplatte

Ich kann jedem empfehlen den Beitrag in Ruhe durchzulesen und sich sein eigenes Urteil zu bilden. Nach Konsum der Diskussion war für mich klar, dass ich den Aufpreis für die Alltop Platten nicht bezahle und habe mich für die Standard Variante entschieden. Nach einem Jahr konnte ich derart viele Kakteenblüten begutachten, dass ich sagen kann, es war keine falsche Entscheidung.

Hier der Link zum informativen Beitrag über die Glasvarianten: https://www.kakteenforum.com/t24355p60-gewachshaus-welche-verglasung#277606

Wie baut man eigentlich so ein Gewächshaus?

Seit ca. Mai/Juni letzten Jahres steht nun unser kleines Kakteen- und Sukkulenten Traumglashaus. Erst nach dem Kauf haben wir uns so richtig Gedanken darüber gemacht, wie man so ein Gewächshaus aufbaut. Viel Inspiration kann man sich in den unterschiedlichen Foren (Kakteenforum.de / Kakteenforum.com) holen. Unsere persönlichen Erfahrungen könnt ihr in den nächsten Kapiteln lesen.

Das Fundament

Das Fundament eines Gewächshauses stellt sozusagen den Anker des neuen Glashauses dar. Es soll für Standsicherheit sorgen auch, wenn einmal ein starker Sturm aufziehen sollte. Noch viel wichtiger soll es auch vorm bösen Bodenfrost schützen und Wärmeverluste nach unten verhindern.

Blick auf unser Gewächshaus im Sommer

Fundamente gibt es in den verschiedensten Formen. Komplett gegossenes Betonfundament, Punktfundamente oder Beton Streifenfundamente. Welches Fundament benötigt wird, war uns nicht ganz klar und so haben wir uns etwas aus dem Bauch heraus für eine Mischung aus Streifenfundament und guter Dämmung im Inneren entschieden.

Gewächshaus Fundament (Theorie)

Hier sieht man meinen damaligen Plan, wie der Aufbau des Fundaments aussehen sollte.

Gewächshaus Fundament in der 3D Ansicht

Der Bodenbelag und die Dämmung für den Boden

Die Idee war einen Aushub von ca. 80 – 90 cm zu erreichen, um die frostfreie Zone zu erreichen. Über ein Ringfundament, welches wir mit zwei Reihen Schalungssteinen aufbauen und mit Bewährungseisen verbinden, sollte der Anker für das Gewächshaus geschaffen werden. Die Schalungssteine haben eine gemeinsame Höhe von 50 cm. Der Untergrund soll mit 30–40 cm Mineralgemisch aufgefüllt werden um einen Frostschutz und Untergrund für die Schalungssteine zu bilden.

Den Innenbereich zwischen Fundament und Mineralgemisch wird mit 10 cm starken Styropor Bodendämmplatten ausgelegt. Mit 5 cm starken Dämmplatten wird dann noch die Innen- und Außenwand des Ringfundaments verkleidet.

Die Styropor Bodendämmplatten werden dann mit einer ca. 5 cm Sandschicht bedeckt, auf welcher dann die Heizspiralen der Fußbodenheizung verlegt werden. Diese werden dann wieder mit Sand abgedeckt und anschließend mit Verlegesplitt abgedeckt, um später die Terrassenplatten zu verlegen.

Der Aushub und das Fundament

Los ging es dann im Frühling mit dem Aushub des Fundaments. Dazu baggerten wir ein ca. 80–90 cm tiefes Loch.

Die isolierten Leitungen unserer Heizung wurden vorher vom Haus bis zum Fundament des Gewächshauses gelegt. Diese Leitungen haben wir dann unterhalb des Fundaments in das Innere gelegt, um dort später die Fußbodenheizung zu installieren.

Nachdem die Grube also ausgehoben war, haben wir ein paar Tonnen Mineralgemisch (Frostschutz) bestellt und angefangen diesen mittels Schubkarren in die Grube zu befördern. In diesem Jahr sind definitiv einige Pfunde von den Rippen verloren gegangen.

Eine Ladung Mineralgemisch wird angeliefert

Nachdem die ersten Fuhren Mineralgemisch nun transportiert wurden, stellten wir eine ebene Fläche her, die wir mithilfe von Rüttelplatten und Stampfeisen verdichteten. Diese Ebene stellt die Grundlage für die Schalungssteine dar.

Die erste Reihe Schalungssteine steht

Schnell hatten wir die Grundfläche gelegt und direkt in Beton gesetzt. Hier sieht man wie wir die Leitungen für die Heizung unterhalb des Fundaments geführt haben.

Nachdem die erste Reihe Schalungssteine ausgehärtet war, haben wir die zweite Reihe aufgesetzt und bereits mit Bewährungseinsen versehen. In der Zwischenzeit haben wir den inneren Bereich des Fundaments bzw. späteren Gewächshauses mit Mineralgemisch aufgefüllt und verfestigt.

Mittlerweile wurde auch der fertige Beton angeliefert und wir haben diesen in das innere der Schalungssteine verfüllt. Es empfiehlt sich hier jemanden an der Seite zu haben, der so etwas vorher schon einmal gemacht hat.

Auf den Bildern oben kann man schön erkennen, wie wir das Fundament mit Dämmungsplatten von Außen und später auch von Innen verkleidet haben.

Das Gewächshaus soll später durch eine Art Terrasse umrandet werden, sodass wir Lampen installieren können und Pflanzkübel im Sommer draußen Platz finden. Außerdem benötigen wir den Bereich, um die verschiedenen Kabel ins Gewächshaus zu führen.

Elektrokabel für das zukünftige Gewächshaus

Was da so an Kabeln anfallen kann, sieht man hier ganz gut. Im Detail sind das Datenkabel (Cat7) für Temperaturfühler, später die Loxone Wetterstation sowie die schaltbaren Steckdosen im Innen- und Außenbereich. Zusätzlich benötigen wir noch Stromkabel für die Pollerlampen am Gewächshaus, die Steckdosen im Gewächshaus sowie die spätere Ladestation für den Rasenroboter.

Nachdem wir das komplette Innere mit Dämmungsplatten verlegt hatten, haben wir diese mit einer Sandschicht versehen. In dieser sollen die Wärmeleitungen der Heizung gebettet werden. Hier haben wir vermutlich den größten Fehler gemacht, wie sich später herausstellte (mehr dazu im Kapitel „Ernüchterung …“).

Die Gewächsplattform entsteht

Die Plattform für den Gewächshausaufbau war hiermit abgeschlossen.

Der Aufbau vom Gewächshaus

Um es vorwegzunehmen, ich hatte mir den Aufbau eines Gewächshauses einfacher vorgestellt. Sucht euch auf jedenfalls 1–2 helfenden Hände (nach der Pandemie).

Wir haben unser Gewächshaus bei Hoklartherm bestellt. Nach ca. 5–6 Wochen wurde es geliefert. Neben den ganzen Einzelteilen, die in Kartons geliefert wurden, fanden wir auch ein (1!) DIN-A4 Blatt mit einer Art Explosionszeichnung des Gewächshauses und deren Einzelteile. Ok … Herausforderung angenommen.

Werden bestimmte Werkzeuge benötigt?

Spezielle Werkzeuge werden nicht benötigt, um das Gewächshaus grundlegend zusammenzubauen. Hoklartherm lieferte das grundlegende Werkzeug bereits mit. Und zwar war das ein Sechskant Schraubenschlüssel. Folgendes haben wir noch zusätzlich benötigt:

  • Schraubendreher
    • Ein Schraubendreher ist sehr hilfreich, um später die Dichtungsgummis einzupressen.
  • Hebevorrichtung / Wagenheber
    • Wir haben diesen benötigt, um das Gewächshaus nach oben zu heben um die Quersprosse zu installieren.
  • Eine Menge Holzkeile
    • Sollte das Gewächshausgerüst nicht 100 % Waage stehen, dann sind diese kleinen Tools sehr hilfreich. um das Gewächshaus auszurichten.
  • Lange Betonbohrer und Dübel /Schrauben
    • Diese werden benötigt, um die Dübel in das Fundament zu montieren.
  • Sonnenschirm, Sonnencreme und Basecaps
    • Solltet ihr, wie wir, mitten im Frühling aufbauen, dann unbedingt an Sonnenschutz denken. Mittlerweile hat uns Hoklartherm sogar Basecaps zukommen lassen 🙂 Danke dafür!
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Warum Hoklartherm zu einem knapp 4000 € Gewächshaus nur ein Blatt Papier als Anleitung liefert, erschließt sich mir nicht. Nach etwas Recherche im Netz haben wir, zwei Tage später, diese viel bessere Anleitung zum Aufbau gefunden: https://www.hoklartherm.de/site/assets/files/1189/montageanleitung_bio-top_iii_upload_tmp.pdf

Das Gewächshaus Gerüst steht

Ich empfehle sich mehr an diese Anleitung zu halten, denn in dieser findet ihr viel mehr bebilderte Hinweise und vor allem die richtige Reihenfolge beim Aufbau.

Wir haben begonnen das „Skelett“ des Gewächshauses aufzubauen und dieses dann mittels starken Schrauben mit dem Fundament zu verankern. Erst im letzten Schritt haben wir uns um die Verglasung des Gewächshauses gekümmert.

Der Tipp von Hoklartherm bzw. den Inter-Glas Kollegen aus Glauchau war, die einzelnen Seiten separat inklusive Verglasung zusammenzubauen und diese dann modular zu montieren. Hätten wir das mal eher gewusst.

Das Gewächshaus erhält die Verglasung

Am meisten Kopfschmerzen hat uns jedoch die Montage des Flachbandes zur Aussteifung bereitet. Solltet ihr alles wagerecht aufgebaut haben und sonst keine Fehler gemacht haben, dann passt diese Sprosse super zusammen und ist sehr wichtig für die finale Stabilität des kompletten Gewächshauses. Bei unserer Montage wollte diese Sprosse einfach nicht passen. Wir haben sogar versucht das Gewächshaus mit Spanngurten zusammenzuziehen … erfolglos.

Installation der Flachband Sprosse – Quelle: Hoklartherm.de

Auch hier der Tipp von Inter-Glas: heben Sie das Gewächshaus entlang der Dachsprosse nach oben und das es rutscht von allein in die Sprosse. Wir hatten leider nicht so viele helfende Hände und haben als Abhilfe eine Art Wagenheber genutzt um das Gewächshaus nach oben zu heben.

Nachdem das Gestell inklusive aller Scheiben montiert war, wurden zu guter Letzt die Dichtungsgummis montiert. Die Montage dieser stellte sich als ebenso knifflig heraus. Die Gummis wurden fast alle zusammen gebunden geliefert. Es empfiehlt sich diese alle sortiert zurecht zu legen, um diese dann zu montieren. Erst durch die Dichtungsgummis erhalten die Scheiben ihre Stabilität. Einige Gummis rutschten im Nachhinein zwischen die Scheiben, andere waren nur mit Gewalt zu montieren.

Das Hoklartherm Gewächshaus steht

Beleuchtung für Außen

Da das Gewächshaus zum optischen Gesamteindruck eines Gartens einen wesentlichen Teil beiträgt, hatte ich geplant links und rechts des Gewächshauses jeweils eine Gartenleuchte anzubringen. Dazu hatten wir bereits jeweils ein Kabel für Strom und Steuerung via Loxone zum Gewächshaus gezogen.

Uns haben die Standleuchten APONI 90 Outdoor von SLV sehr gefallen. Diese haben ein LED Leuchtmittel und leuchten wunderbar warm. Das anthrazite Aluminium Design passt super zu unserem Haus. Die Lampen können wir bequem über das Gewächshaus Menu von Loxone bedienen.

Ernüchterung beim Test der Fußbodenheizung

Unser erster Test im Winter war leider sehr ernüchternd. Denn als die Temperaturen draußen das erste Mal unter 0 gefallen waren und somit auch die Temperatur im Gewächshaus unter 7 Grad fallen wollte, hat das Smart Home richtig erkannt, ich muss heizen. Leider haben wir nach 2 Tagen Dauerheizung genau 0,0 Grad Unterschied bemerkt im Gewächshaus. Erst haben wir gedacht, dass die Leitung bis zum Gewächshaus wohl ein Leck hat. Doch der Druck auf der Heizungsanlage war nicht gefallen. Also fiel diese Fehlerquelle aus.

Wohl eher ist unsere Verlegung der Fußbodenheizung schiefgelaufen. Denn unser Sanitärfachbetrieb empfahl uns einfach die Schlaufen der Heizungsanlage spiralförmig zu verlegen (vermutlich haben wir das aber auch nur falsch verstanden). Im Nachhinein betrachtet ist es logisch, dass durch den großen Abstand der Leitungen der Wirkungsgrad komplett verloren geht.

Um den Winter zu überstehen haben wir uns vorerst eine Bio Green Elektrogebläseheizung ins Gewächshaus gehängt, die im letzten Winter durch Loxone überwacht wurde. Das hat ganz gut funktioniert. Über die Vorteile und Nachteile mehr im nächsten Blogeintrag.

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  • 3 Stufen zur Einstellung der Heizleistung, 1 kW, 1,8 kW , 2,8 kW mit 2 Heizwendeln aus Edelstahl 1 x 1000 W und 1 x 1800 W
  • Hohe Ausfallsicherheit durch 2 Heizelemente ( 1 X Saftey Element) , Geäuse aus rostfreiem Edelstahl
  • mit Kettenvorrichtung zum Abhängen und Bodenstützen zum Aufstellen. Einfache und übersichtliche Bedienungselemente
  • Spritzwasserdicht IPX4 ideal für den Gewächshausbereich geeignet und zugelassen
  • 3 Jahre Garantie - TÜV Zertifiziert - seit 10 Jahren der Bestseller aus dem Hause Bio Green

Fazit bisher

Nach nun mehr als einem Jahr und den ersten überstandenen Winter sind wir froh, den Bau des Gewächshauses direkt mit der Planung der Gartenanlagen angegangen zu sein. Zum einen hatten wir wirklich keine Lust, einen bereits fertigen Garten wieder zu verwüsten. Zum anderen haben die zahlreichen Blüten der Kakteen und Sukkulenten im Gewächshaus definitiv entschädigt. Das Kakteengewächshaus ist auch zum Ort der Erholung für mich geworden, in dem man sich immer mal wieder zurückziehen kann.

Blick ins sommerliche Kakteen Gewächshaus

In Teil 2 des Berichts werde ich noch etwas genauer auf die letzte Überwinterung der Kakteen im Gewächshaus eingehen, wie sich die Heizung geschlagen hat und was ich sonst noch unternehmen musste, damit alle Kakteen den Winter überstehen.

Das Bild „Kakteenparty“, welches ich im Eingangsbild verwendet habe, wurde freundlicherweise von Miriam Kraft zur Verfügung gestellt. Wenn ihr mehr über die Künstlerin erfahren wollt, habe ich euch auf dieser Seite alle wichtigen Informationen zusammengestellt.

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