25. Tag der offen Tür bei Kakteen-Haage – Ein Rückblick

Schon als Kind war Kakteen-Haage ein Begriff für mich. Angefangen habe ich in den Ratgebern von Walther Haage zur Kakteenpflege zu lesen und später dann habe ich mir auch Samen über den Samenversand bestellt. 25 Jahre veranstaltet die Kakteengärtnerei nun schon Tage der offenen Tür. Dieses Jahr wollte ich mir das ganze auch mal Live anschauen und so haben wir an diesem Wochenende einen Ausflug nach Erfurt unternommen.

Familienunternehmen durch und durch

Über die Geschichte von Kakteen-Haage wusste ich schon einiges, auch das es sich um ein Familienunternehmen mit langer Historie handelt. Was wir dann vor Ort erlebten hat mich aber dann wirklich positiv überrascht. Auf den Parkplätzen war relativ viel los, ein kleines Plätzchen haben wir für das Auto dann aber rasch gefunden. Der Eingangsbereich von Kakteen-Haage stimmt dann schon auf die stachligen Freunde ein. Überall schöne Freilandkakteen in schönen Arrangements. Auf dem Freigelände um die Gewächshäuser gab es genügend Sitzmöglichkeiten und es gab leckere Kaktusroster (Bratwurst). Die erste Führung lief auch schon direkt an uns vorbei als wir ankamen. Leider haben wir verpasst an der nächsten teilzunehmen.

Schnurstracks sind wir dann direkt in das erste Gewächshaus gewandert. In diesem erwartete uns ein Meer an Kakteen. Zu viele 🙂 -> Dazu später noch etwas.

Elf Uhr als wir durch die Halle schlenderten, standen Ulrich Haage und Christoph Killguss auf der „Bühne“  und hielten einen Vortrag zu 25 Jahre Tag der offenen Tür bei Kakteen-Haage. Ich muss gestehen, dass ich Christoph Killguss bis dato überhaupt nicht kannte. Er hat wohl aber den ersten Tag der offenen Tür vor 25 Jahren eröffnet.

Was mich positiv überrascht hat

Als ich durch die riesigen Gewächshäuser voller Kakteen geschlendert war ich irgendwie baff. Von jeder Sorte, die zum Verkauf standen, gab es wirklich viele Exemplare. Jeder einzelner Kaktus einer Sorte war schöner als der andere. Es ist quasi völlig egal gewesen, welcher stachliger Freund den Weg in den Einkaufskorb fand. Und hier sieht man wirklich die Liebe zu den Kakteen, die sich bei Haage schon durch einige Jahrhunderte zieht. Keine Kakteen waren vergeilt, fast alle haben sogar geblüht und überhaupt hat jeder einzelne den Eindruck hinterlassen, er wurde mit Liebe von Hand aufgezogen.

Nun steht man vor diesen wunderschönen Pflanzen und hat irgendwie die Baumarktpreise im Kopf. Weit gefehlt – Ich empfand die Preise für die Kakteen richtig günstig und teilweise noch zu günstig. Alleine eine Gruppe von ca. 30cm Säulenkakteen, die wir uns mitgenommen haben, hab ich bei Dehner zu letzt für über 30€ stehen sehen. Wir haben nicht mal die Hälfte bezahlt ! Das finde ich toll. Na klar muss alles wirtschaftlich zu gehen aber hier sieht man eben ganz stark, dass die Pflanzen im Vordergrund stehen. Ob es sich um spezielle „Tag der offenen Tür Preise“ handelte kann ich jedoch nicht sagen.

Beim Tag der offenen Tür waren nun wirklich nicht wenige Gäste dabei. Aber auch trotz dieser teilweisen langen Schlangen an den Kassen, waren die Mitarbeiter sowas von freundlich, dass man Ihnen zumindest abgenommen hat, dass sie gerne solch einen Tag veranstalten. Mit jedem Mitarbeiter oder auch Gast konnte man Small Talk betreiben oder fachsimpeln – ganz ohne Hürden. Kakteen verbinden eben.

Und überhaupt … So ein Familienunternehmen zu sehen, die wirklich tolle Arbeit leisten und alles dabei so sympathisch wirken lassen verdient Respekt. Dass ist in unserer heutigen Zeit herrlich erfrischend. 

Am Ende sind wir mit knapp 30 Kakteen nach Hause gefahren obwohl ich eigentlich gar nicht vor hatte welche zu kaufen. Die Schönheit der Pflanzen war aber einfach doch zu überzeugend.

Die Kaktusbratwurst  – Kakteen zum essen

Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Alle möglichen Getränke, selbst gebackener Kuchen und Snacks. Auf was ich mich aber gefreut hatte, war einmal die Kaktusbratwurst zu probieren, von der ich schon so viel gehört hatte. Schon allein wegen der Roster (so sollte es ja richtig heißen) kommen wir auf jeden Fall wieder.

Die Bratwurst hat mich ein wenig dazu gebracht, mich mal etwas genauer mit dem Thema „Kochen mit Kakteen“ zu beschäftigen. Klar, dass man die Feigen von Opuntien essen kann, war mir klar. Aber darüber hinaus, bin ich im entferntesten nicht auf die Idee gekommen, dass da noch mehr geht. Ich werde dazu in naher Zukunft noch etwas schreiben, nachdem wir mehr gekocht haben damit 😉

Gemeinsam mit dem Kakteenkoch Ulrich Manck und Kaktuskünstlerin Birgit Winter hat Ulrich Haage sogar schon ein Buch geschrieben.

Kochbuch Kaktus
  • Ulrich Manck, Ulrich Haage
  • Burkhardt, René
  • Gebundene Ausgabe: 96 Seiten

Fazit – wir kommen wieder

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich der Besuch für uns bei Kakteen Haage zum Tag der offenen Tür sehr gelohnt hat und wir tolle Impressionen mitnehmen konnten. Vielleicht versuche ich ja mal das Kakteendinner 🙂 (Kakteenessen.de)

Wer noch mehr zur Geschichte von Kakteen Haage erfahren möchte, ließt hier nach.

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